Evangelische Kirche


Hort des Glaubens, Kern der Gemeinde, Hoffnung für Gegenwart und Zukunft Evangelische Kirche - erbaut 1769



Die etwa um 1930 gemachte Aufnahme zeigt, dass der Kirchenplatz mit seinem weißen Lattenzaun alles andere als schön war. Links die alte Schule. Dahinter das Rektorhaus - ehemals Lehrerwohnung bzw. Dienstzimmer des Bürgermeisters - Kirche - Spritzenhaus und Kamin des Backhauses. Hinter dem Lattenzaun das am 11.Juli 1909 eingeweihte Kriegerdenkmal, die "Germania", das zur Erinnerung an die Teilnehmer des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 errichtet wurde. Bei der Neugestaltung des Kirchenvorplatzes wurde das Denkmal und das Back- und Spritzenhaus abgerissen.


Luftaufnahme der Kirche und des alten Pfarrhauses vom 25.Oktober 1957. Deutlich zu erkennen ist die Eingangstreppe von der Kirchgasse und der Pavillon im Pfarrgarten.



1969, vor der Renovierung der Kirche, befanden sich zwischen der Sakristei und dem Innenraum zwei Fenster, hinter der Kanzel waren vier Bilder angebracht. Es handelte sich in der Mitte um die Bildnisse der beiden Reformatoren Luther und Melanchthon, die im April 1857 von einem mit der Kirche verbundenen Dudenhöfer Bürger gestiftet worden waren. Beide waren Öldrucke mit breitem Goldrahmen im Werte von damals 54 Gulden, die in München angefertigt wurden. Später kamen dann noch links ein Christusbild und rechts eines von Johannes dem Täufer dazu. Christine Hartmann hat nach dem Tod ihrer Tochter diese Bilder aus deren Vermögen zur Verfügung gestellt. Außerdem hat sie das auf dem Altar stehende Kruzifix vergolden lassen


Auf dem Grab ihrer Tochter ließ Christine Hartmann einen hohen Sockel mit einem Engel errichten, der heute auf dem Grab von Margarete Rebel steht



Pfarrer Reinhard Kromm berichtete am 15. Dezember 1896, daß die hiesige Kirche "gründlich repariert" wurde. Auch wurde die obere Decke angemalt und mit eindrucksvollen Bildern "die Bergpredigt, mitten umgeben von den vier Evangelisten und Engelsgestalten" geschmückt, so daß die Kirche nunmehr eine geschmackvolle Stätte geworden ist, wie sie kaum je gefunden werden kann. Unverständlicher Weise wurde dieses Deckengemälde bei der ersten Renovierung nach dem Zweiten Weltkrieg abgewaschen. Bei der zweiten Re- novierung 1969 wurde die gewölbte Glaswand hinter dem Platz des Kir- chenchores zum Glockenturm hin leider zugemauert. Unverständlich!


Dokumente aus der Zeit zwischen 1487 und 1600 sind irgendwann, aus welchen Gründen auch immer, während des Zweiten Weltkrieges in der Kirche eingemauert worden. Bei der Renovierung 1969 wurden sie entdeckt und gelangten 1977 in den Besitz der Kirche


Die Lutherlinde


Anläßlich der 400. Wiederkehr der Geburt Martin Luthers wurde in Dudenhofen eine Linde gepflanzt. Am Sonntag dem 11. November 1884 wurde die kirchliche Hauptfeier gehalten. Der Gesangverein des Lehrers Mohr trug zunächst ,,Hoch tut euch auf ihr Tore der Welt" vor. In der Predigtbezeichnete der damalige Pfarer Luther als Reformator von Gottes Gnaden. Nach Schluß des Gottesdienstes wurde im Schulhof links hinter der Eingangspforte neben dem Kirchpfad, auf der Nordseite des Schulhauses, die ,,Lutherlinde" gepflanzt. Die Feier des Setzens sollte schon am Samstagabend stattfinden, was aber infolge Regenwetters unmöglich war. So begab sich die Gemeinde am Sonntagmorgen nach dem Gottesdienst aus der Kirche an den bestimmten Platz.Unter Glockengeläute wurde die Linde gesetzt Der Pfarrer hielt die Weihrede. Zum Schluß der Feierlichkeiten sang die Gemeinde das Lied ,,Nun danket alle Gott".


Quelle : Manfred Resch "wie es einmal war" Seite_10 und Seite_11
Quelle : Manfred Resch "wie es einmal war" Seite_12 und Seite_13
Quelle : Manfred Resch "wie es einmal war" Seite_17

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Letzte Aktualisierung: 02.01.2021